von mupfl. July 1, 2006 um 16:39
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WM ist …
langsam – selbst in der Welt der zynisch distanzierten Moffenhaatler, sofern man das sagen kann, obschon es das Wort noch nicht gibt, das Gefühl einkehren zu lassen, daß die Deutschen doch gewinnen könnten.
Ach Shit, ich brauch nur Distanz, einen Tag ‘raus aus der Nummer, morgen, So, sind wir bei dem Meister, Dylan in Gelsenkirchen begucken, ziemlich teure Karten im Durchschnitt, wenn ihr mich fragt, Männer, die üblichen Hundert Flocken, aber eine traumhafte Location, du guckst runter aufs Wasser, den Kanal und die Bühne, wo der Meister quasi gegen den Sonnenuntergang spielen wird, und zwar ‘Watchtower’ als erste Zugabe, eher young-esk zerschrundet, wie üblich halt; grad aus Roskilde eingeheli-t, sagt man, so, ich weiß nicht. Jedenfalls, er wird uns Kraft spenden, die überlegene Distanz durchzuhalten, und wir wollten eigentlich sogar ab heute da zelten; aber die verlangen dafür, im Ernst, Deine Ausweisnummer und 25 Euro per night und der Zeltplatz ist voller Engländer, jedenfalls, das erste geht mit mir nicht an. Obwohl, wie der zuständige Pressefritze mir Fr gesagt hat, „unsere Inselgäste mit acht Litern Bier den Tag“ im benachbarten Biergarten kalkuliert werden. Wäre also zusätzlich sehr spannend geworden; aber ich weiß aus Erfahrung, ein Dylan-Konzi reicht, um ein Vierteljahr smooth und laid-back zu werden mit der Welt. Irgendwas mit der abgefuckt seligen Ruhe von Ken durchs Geläuf tigern. Soo – jetzt muß ich aber schleunigst mein Holzfällerhemd aufbügeln..
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von Torsten. July 1, 2006 um 10:50
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von Joerg-Olaf. July 1, 2006 um 1:26
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…wenn selbst der Traffic der Wikipedia zum Anstoß um 100 mbit/s einbricht (die Zeiteinteilung ist UTC – man muss also zwei Stunden addieren).
via Tim Bartel, wikipedistik.de
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von Joerg-Olaf. June 30, 2006 um 23:52
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…wenn sich Geschichte wiederholt (Vorsicht, Fußballerhumor für Insider).

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von Martin. June 30, 2006 um 18:48
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… wenn es selbst den Kaiser nicht mehr auf seinem Sitzplatz hält.
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von Torsten. June 30, 2006 um 16:31
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…wenn der deutsche Kaiser in Österreich wohnt.
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von Igor. June 26, 2006 um 19:52
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… wenn man plötzlich weiss aus welchem Land die Nachbarn kommen.
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von Roland. June 26, 2006 um 15:12
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… wenn die Farbe des T-Shirts von den Kollegen als Kommentar zum gestrigen Spiel gewertet wird und der Kleiderschrank keinen Ton mehr hergibt, der als Schweigen interpretiert werden kann.
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von webcat72. June 25, 2006 um 13:48
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… wenn mir meine Familie den Vorsatz vereitelt, die Spiele die ich anschaue, nach dem Aussehen der Spieler auszusuchen …
(*fies echt* ;-)
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von Joerg-Olaf. June 24, 2006 um 15:47
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…wenn jedes Land eigene Fußballschuhe mit dem Text der jeweiligen Nationalhymne im Fernsenbereich hat!
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von Martin. June 23, 2006 um 20:38
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… für den Rheinländer weniger stressig als der Weltjugendtag. Das kann ich nach zwei Stunden Zugfahrt heute festhalten. Beim Weltjugendtag waren es derer dreieinhalb.
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von doctordan. June 22, 2006 um 12:16
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Eine dieser Situationen: Fußball, Schweden – England.
Vor dem Club49 sitzen circa zwanzig Thirtysomethings um einen Fernseher und schauen ein Spiel, von dem niemand mehr als drei Punkte für das richtige Tippergebnis erwartet. Von rechts läuft Zirkus Deutschland in gemischter Starbesetzung auf. Sieben ausgewachsene Exemplare aller Altersschichten, bis an die Zähne mit Tengelmann-Pomp behangen, quälen sich in Polonäseformation durch die stille Gehwegblockade. Alle haben sich das Gesicht mit billiger und wahrscheinlich hochgiftiger BILD-dir deine Akne-Farbe beschmiert.
In diesem Moment rast ein Krankenwagen mit Blaulicht über die zu dieser Zeit nur noch sporadisch befahrene Kreuzung Ohlauer-Reichenberger Straße. Routiniert werden zwei unmotivierte Takte der Sirene abgefeuert, man weiß ja nie. Der älteste und umfangreichste Mensch des Pulks kann sich dennoch nicht beherrschen ‘SCHLAAND!
Wie ein Sardinenschwarm schnellen die Köpfe vor mir mit demselben Gesichtsausdruck herum. Ich trinke mein Augustiner und denke, was alle denken: Nicht Phillip Lahm, sondern Thomas Berthold mit Gips-Manschette (Mexiko ’86, Viertelfinale) möge ihn mit einem desillusionierten Grinsen noch vor der Ampel erwischen. Rot!
Thomas Berthold
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