von Torsten. July 11, 2006 um 18:43
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Meldung von gestern:
Kahlen hatte sich gemeinsam mit den anderen elf WM-Ausrichterstädten in einem Brief an das WM-Organisationskomitee gewandt und um einen Solidarbeitrag gebeten. Köln hat laut Stadt über zwei Millionen Euro zusätzlich für zunächst nicht eingeplante Public-Viewing-Flächen, insbesondere die Deutzer Werft, ausgegeben.
Meldung von heute:
Das Kölner Ringfest fällt in diesem Jahr aus. Das teilten heute überraschend die Veranstalter mit. Grund seien die begrenzten finanziellen Möglichkeiten.
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von mupfl. July 8, 2006 um 3:55
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Vorhin, vor Sonnen also, in Geburtsstadt gewesen. U.a. Eltern besucht, Vatter den neuen Opera 9 erklärt: Widgets, niedlich aber überflüssig. Vatter sagt: Gippt keine Interlektuellenpinte mehr vor Ort, gehse Park. Bin ich dann auch. Rondell. Hockten die Jungs, bedrogt und besoffen wie immer. Und ich habe mir dann gerne von Euch die alten Krautrockgerüchte angehört, nach denen Hugo-Erwin Balder das hat nicht gepielt haben soll. Und Jacki Liebezeit das und das schon. Schönen Dank, Jungs – und bis die Tage.
Aber das Beste: Die Jungs haben nach dem Ausscheiden der Moffen den Goleo erhängt. – Wunderschöne Idee, das.

Warum hier eine Bildunterschrift, mit Fragezeichen?
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von Joerg-Olaf. July 6, 2006 um 19:36
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Keine fröhlichen, euphorischen Gesichter mehr, die auf der Suche nach dem nächsten Fernseher durch die Straßen hetzen. Keine Fahnen mehr. Weder an den Fesntern, noch an den Autos.
Liest man ja nun öfter solche Zeilen. Ich beispielsweise gerade beim Popkulturjunkie. Ok, dass das Volk zur Zeit nicht euphorisch & beflaggt durch die Straßen jubiliert, kann man zwei Tage nach dem Aus im Halbfinale ja nachvollziehen.
Dass man alle Fahnen demontiert hat, kann ich zumindest für die Padermetropole wirklich nicht bestätigen. Hier fährt man weiterhin mit Schlandwimpel, zumindest die, denen er noch nicht vom Fahrtwind oder antideutschen Spinnern zerfetzt wurde (Bei der Gelegenheit können wir vielleicht auch gleich das Vorteil streichen, dass nur die Unterschicht Flagge zeigt):

Selbst an den Häusern sind kaum merklich weniger Fahnen zu sehen als noch am Montag. Alles dumpfe Nationalisten? So ein Stuss, die WM ist halt noch nicht vorbei. Wäre ja auch albern die Deko abzuräumen, nur weil der Gastgeber die Party schon verlassen hat. Die (fast hätte ich „wir“ geschrieben ,) Paderborner wissen das.
Zugegeben, nicht alle Fahnen hatten soviel Glück. Die unten zappelt nun schon seit ein paar Tagen im Zaun der britischen Kaserne gegenüber.

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von mupfl. July 5, 2006 um 4:54
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Trendbezogenen halboptimistisches Naturgewalten-Stilleben zum Ausscheiden der Deutschen
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von Joerg-Olaf. July 1, 2006 um 23:49
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… oder so. Du, mir wäre ein Endspiel gegen Brasilien ja auch lieber gewesen.

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von Joerg-Olaf. July 1, 2006 um 22:50
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[22:48] [Buzmob] haha
[22:48] [Cosmotic] aaaauuuuu
[22:48] [zaister] wuuu
[22:48] [Buzmob] das saß
[22:49] [Cosmotic] uiiii
[22:49] [ixsylon] uiuiui²
[22:49] [Buzmob] ui
[22:49] [Cosmotic] fast wie 2002
[22:49] [ixsylon] uiuiui³
[22:49] [Buzmob] argh
[22:49] [zaister] aaaah
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von mupfl. July 1, 2006 um 20:17
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WM ist ..
sich, angesichts des Ergebnisses, auf die schmutzigen Einsen der beiden besten Tabloids Sun und Mirror zu freuen. Aber sowas von. Ich persönlich würde ja in erster Näherung sagen: ‘No More Blitz – Fuckin Brits’.
Aber jetzt kommt der doofe Herr Frege, auf dem Nebenschirm, da knips ich besser um. Oder aus. Und geh’ raus. Ciao, cry babes.
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von mupfl. July 1, 2006 um 16:39
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WM ist …
langsam – selbst in der Welt der zynisch distanzierten Moffenhaatler, sofern man das sagen kann, obschon es das Wort noch nicht gibt, das Gefühl einkehren zu lassen, daß die Deutschen doch gewinnen könnten.
Ach Shit, ich brauch nur Distanz, einen Tag ‘raus aus der Nummer, morgen, So, sind wir bei dem Meister, Dylan in Gelsenkirchen begucken, ziemlich teure Karten im Durchschnitt, wenn ihr mich fragt, Männer, die üblichen Hundert Flocken, aber eine traumhafte Location, du guckst runter aufs Wasser, den Kanal und die Bühne, wo der Meister quasi gegen den Sonnenuntergang spielen wird, und zwar ‘Watchtower’ als erste Zugabe, eher young-esk zerschrundet, wie üblich halt; grad aus Roskilde eingeheli-t, sagt man, so, ich weiß nicht. Jedenfalls, er wird uns Kraft spenden, die überlegene Distanz durchzuhalten, und wir wollten eigentlich sogar ab heute da zelten; aber die verlangen dafür, im Ernst, Deine Ausweisnummer und 25 Euro per night und der Zeltplatz ist voller Engländer, jedenfalls, das erste geht mit mir nicht an. Obwohl, wie der zuständige Pressefritze mir Fr gesagt hat, „unsere Inselgäste mit acht Litern Bier den Tag“ im benachbarten Biergarten kalkuliert werden. Wäre also zusätzlich sehr spannend geworden; aber ich weiß aus Erfahrung, ein Dylan-Konzi reicht, um ein Vierteljahr smooth und laid-back zu werden mit der Welt. Irgendwas mit der abgefuckt seligen Ruhe von Ken durchs Geläuf tigern. Soo – jetzt muß ich aber schleunigst mein Holzfällerhemd aufbügeln..
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von mupfl. July 1, 2006 um 3:04
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Gerade hier aufgelaufen. Wollte mir an der Trinkhalle vorher ein Eis
holen, hat ja imma auf, is ja WM: Grausel, fröstel. Warum?
Langnese hat den klassischen Flutschfinger in dieser Saison zu einem
Deutschland-Händchen (schwarz-rot-gelbes Wassereis) umgeformt und ihn
‘Heimspiel’ genannt.
Das klassische Banana-Split, das mir schon auf meinem gelben Bonanzarad
in der Quinta gute Dienste in Sachen coole Farbabstimmung leistete,
heißt jetzt Bananenflanke
und ist auch optisch aufgebrezelt.
Dieses Lachgesicht-Eis, mit dem Erdbeergesicht und dem Vanillekopf,
das wie eine Kinderwurstscheibe aussah, heißt
jetzt Anpfiff und hat „eine tolle Pfeife als Stiel“ (Langnese).
Ein Hörncheneis, wie man es früher auf der Kirmes in flüssige Schokolade
getaucht gekriegt hat, heißt jetzt COPA MUNDIAL de la FIFA.
Und diese Kügelcheneise haben sie auch eingespannt – „Diese Shots sind wirklich torgefährlich: in den Fußballfarben schwarzweiß mit
Cola- und Zitronengeschmack und mit lustigem Fußball-Lexikon
auf der Packung“ (Langnese).
Jedenfalls, ich bin verzweifelt; ich habe mein Leben lang zu Langnese
gehalten, trotz manch wirrer Kampagnen.
Denn hier in der Region regiert Langnese, Langnese hat meine
Eis-Sozialisation geprägt; von Wilbers (Erdbeer, Vanille, Sahne) in Moers
und Palatini (Gurke, Koriander, Ingwer) in D’dorf vielleicht abgesehen.
Und ich war nie sowieso nie ein großer Freund von Schöller oder Eismann.
Auch in der Sommerfrische nie.
Egal, ich werde mich jetzt für den Hausgebrauch zu Mövenpick bekennen. Oh, toll; im Kühlschrank; irgendwas mit Braunzuckerkrusten-Vanille; seltsam, daß man dazu sehr gut Zion Train ‘Live in Bristol’ hören kann ..
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von Torsten. June 30, 2006 um 16:29
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Ich bin ja passionierter Phoenix-Gucker. Ansprachen, Podiumsdiskussionen, Pressekonferenzen – das alles hat so etwas beruhigendes. Die Leute tauschen Phrasen aus, jeder kennt die Spielregeln und manchmal erlauben sich die Herren und Damen auf dem Bildschirm sogar kleine Spiele – natürlich inenrhalb der ungeschriebenen Regeln eines Phoenix-Ereignisses. dieses Feeling wird jetzt auch der Normalbevölkerung vermittelt – dank der fast täglichen Übertragung der DFB-Pressekonferenz.
Ich genieße diese Übertragungen. Man muss nicht genau hingucken, das Ritual beansprucht keine Aufmerksamkeit. Eine Tribüne, ein Mediendirektor, ein Trainer und noch ein Spieler als Ablöse. Es funktioniert genau im Prinzip genau so, wie die Phoenix-Pressekonferenzen. Jeder weiß, was er so fragen darf, der Humor ist sorgfältigst dosiert und man lässt ab und an etwas Menschlichkeit durchblitzen. Nicht zu viel. Und doch hat die DFB-Pressekonferenz ein paar eigene Regeln. Spannend finde ich, dass der Bundestrainer anscheinend keine Nachnamen mehr hat. Alle nennen ihn nur noch Jürgen, auch diejenigen, die ihn noch siezen.
Nett eingeleitet diese Fragen immer mit dem öffentlichen Outing des Fragestellers: Herr XY vom Bad Herpoldinger Tagesblatt, Herr AB von der Frankfurter Allgemeinen… Man muss schon was fragen, damit man im Fernsehen kommt. Nichts gehaltvolles, schließlich sehen Millionen zu. Das hilft den alten Aberglauben zu bekämpfen, nur die Fußballer selbst würden kuriose Zitate ablassen. Jürgen, Sind Sie abergläubisch? Wie gefällt Ihnen Berlin, Jürgen? Wollen Sie gewinnen, Jürgen? Werden Sie gewinnen, Jürgen?
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von mupfl. June 24, 2006 um 13:56
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Wo liegt eigentlich dieses Skorgolia? Hinter den hohen Pässen? Gar am Torergebnissisippi?
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von mupfl. June 21, 2006 um 18:47
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WM ist, wenn in der Wortspielhölle alle Synonyme verbrannt sind und man die Brasilianer erstmals als ‘Zuckerhüter’ bezeichnet.
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