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Paderborn: Heute mit Verspätung, dafür mit Video!

Stell dir vor, das Spiel ist vorbei und kein Mensch ist am Westerntor. Für Paderborner eigentlich unvorstellbar. Nach Polizei- und Bloggerangaben feierten in den letzten Wochen schließlich jeweils bis zu 6000 Menschen die Siege der deutschen Nationalmannschaft auf dem Verkehrsknotenpunkt am inneren Ring.

Nur heute, da war es irgendwie leer. Zumindest noch um kurz nach elf, immerhin schon eine gute Viertelstunde nach dem Abpfiff und damit zu einem Zeitpunkt, wo nach dem Spielen gegen Schweden und Italien für den regulären Verkehr schon lange nichts mehr ging. Gerade einmal ein paar hundert Fans standen am Straßenrand und schwenkten ihre Fahnen

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(4) Einwürfe

Alles anders hier?

Keine fröhlichen, euphorischen Gesichter mehr, die auf der Suche nach dem nächsten Fernseher durch die Straßen hetzen. Keine Fahnen mehr. Weder an den Fesntern, noch an den Autos.

Liest man ja nun öfter solche Zeilen. Ich beispielsweise gerade beim Popkulturjunkie. Ok, dass das Volk zur Zeit nicht euphorisch & beflaggt durch die Straßen jubiliert, kann man zwei Tage nach dem Aus im Halbfinale ja nachvollziehen.

Dass man alle Fahnen demontiert hat, kann ich zumindest für die Padermetropole wirklich nicht bestätigen. Hier fährt man weiterhin mit Schlandwimpel, zumindest die, denen er noch nicht vom Fahrtwind oder antideutschen Spinnern zerfetzt wurde (Bei der Gelegenheit können wir vielleicht auch gleich das Vorteil streichen, dass nur die Unterschicht Flagge zeigt):

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Selbst an den Häusern sind kaum merklich weniger Fahnen zu sehen als noch am Montag. Alles dumpfe Nationalisten? So ein Stuss, die WM ist halt noch nicht vorbei. Wäre ja auch albern die Deko abzuräumen, nur weil der Gastgeber die Party schon verlassen hat. Die (fast hätte ich „wir“ geschrieben ,) Paderborner wissen das.

Zugegeben, nicht alle Fahnen hatten soviel Glück. Die unten zappelt nun schon seit ein paar Tagen im Zaun der britischen Kaserne gegenüber.

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Keine Einwürfe zugelassen

Polizeisprecher bestätigt Bloggerschätzung.

Paderborn (jos). Gerade bei NW-News gefunden (Anmeldung erforderlich). Ob gestern wirklich „ein paar weniger“ Fans am Westerntor waren, als beim Achtelfinale gegen Schweden, ist schwer zu sagen. Nach dem Vorrundenpiel gegen Ecuador war noch von 3000 Menschen die Rede.

[...] Uli Krawinkel schätzt die Menge auf 4.000 bis 5.000 Fans, das wären sogar ein paar weniger als beim Achtelfinale. Aber ringsum auf den Straßen, da ist sich auch der Pressesprecher der Polizei sicher, „da sind einige tausend Menschen mehr auf den Beinen.“ Schon um 20 Uhr geht auf dem Westerntor gar nichts mehr. Wer seine Fahne aus dem Pkw schwingen will, muss sich längst andere Wege suchen. [...]

Ein wenig enttäuschend sind nach wie vor die Bilderserien der NW. Scheint, als ob die Kollegen vom Lokalsport auch nur mit Fotohandys unterwegs sind.

PS: Gerade einkaufen gewesen, sie hupen und kreiseln immer noch ,) Oder schon wieder.

(3) Einwürfe

Lagebericht Paderborn. Bisschen pathetisch.

[Die Bilder sind unten. Und bei flickr.com]

Eigentlich wollte ich ja daheim bleiben, endlich mal aufräumen. Dinge tun, bzw. vor allem Dinge nicht tun. Ging nicht, ich war einfach zu hibbelig.

War ja auch ein spannendes Spiel. Vielleicht, so pathetisch es klingen mag, das wichtigste der WM. Nicht nur für die deutsche Mannschaft, sondern auch für die Stimmung in diesem Land.

Wer hätte vor der WM auch nur einen Cent auf die Klinsmann-Truppe gewettet? Die Euphorie des Confed-Cups 2005 war längst verflogen, die deutsche Abwehr machte in den Vorbereitungsspielen alles andere als einen vertrauenserweckenden Eindruck.
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(3) Einwürfe

Paderborn, Westerntor: Der entscheidende Konter.

Paderborn, Westerntor, 19:02 Uhr: Zumindest kurzzeitig versuchte Team Green noch die Verbindung Le Mans Wall/Bahnhofstraße freizuhalten.

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Westerntor, 19:03 Uhr: Der Strafraum, kurz vor dem entscheidenden Konter der deutschen Fans

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Westerntor, 19:08 Uhr: Die Abwehrreihe von Team Green wurde überrannt. Die Spielführer diskutieren über den weiteren Ablauf.

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Westerntor, 19:13 Uhr: Die Entscheidung.

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(2) Einwürfe

Paderborn zwischen Kindergeburtstag und Loveparade

Das da unten ist kein „public viewing“, sondern das Westerntor um kurz nach sieben heute Abend. Einer der zentralen Verkehrsknotenpunkte in Paderborn. Sonst.

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(19:15 Uhr: Paderborn, Westerntor. Irgendwas zwischen Kindergeburtstag und Loveparade)

Keine Einwürfe zugelassen

Paderborn, 24.06.2006. Eine Stadt übt für den 9. Juli.

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(Andi Möller, Weltmeister 1990! 19:08 Uhr, Westerntor Paderborn: Nichts geht mehr.)

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(Fahnen. Und Fahnen. Und eine wirklich geile Stimmung!)

Keine Einwürfe zugelassen

Wie es wohl am 10. Juli sein wird?

Ich lese ja keine Fußballblogs (Allesaussersport ist kein’s, oder? Also, im herkömmlichen Sinne jetzt?). Eigentlich. Ok, bis vor zwei Wochen hätte ich auch nie gedacht, mal in einem zu schreiben.*

Fooligan hatte ich zum Start mal angelesen, das war aber irgendwie nicht meins. Gerade dann der zweite Versuch – und kurz darauf die Gewissheit, doch nochmal den Editor öffnen und einen Lesebefehl aussprechen zu müssen.

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Einwurf (1)

Gestern, im Autokorso …

Hast du mich eigentlich nicht gesehen, ich habe doch gehupt?

Keine Einwürfe zugelassen

Paderborn meldet Ausnahmezustand.

Naja fast. Ich mein, war ja nur ein unwichtiges Vorrundenspiel. Ok, war nicht schlecht. War eigentlich sogar ziemlich gut. Also, fast geil, wenn ich das mit dem gebührenden Abstand mal so sagen darf. Ab 18:00 Uhr durfte man also wieder mit ein paar Fans am Westerntor rechnen

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Um die Verkehrslage überschaubar zu halten, hatte Team Green vorgesorgt und die Zufahrten großzügig gesperrt. Aus drei von vier Richtungen wurde man frühzeitig abgewunken, vom Bahnhof aus (Bild oben. Kurz nach sieben war immer noch gut was los) ging es nur über den Liboriberg an den Feierlichkeiten vorbei.

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Trotz Sperrungen hat es letztendlich immer noch für ein veritables Verkehrschaos gereicht. Gegen 19:00 Uhr war der innere Ring faktisch nicht befahrbar. Bereits 500m vor dem Kasseler Tor (Bild oben) ging kaum noch was, dito in der anderen Richtung ab Maspernplatz. Von dort dürfte es jeweils noch ein guter Kilometer bis zum Westerntor sein.

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Der Preis für den kreativsten Beitrag zum Festzug geht fraglos an der Fachbereich Medienwissenschaft der Uni (Ja Mutti, da wo ich, eigentlich sind die nett und …). Warum? Siehe oben, vollbeflaggter alter Benz-Tonner. Einfach mal dreist auf der abgesperrten Spur abgestellt ,) Michael, beim nächsten public viewing vor „Platons Hüttchen“ bin ich dabei.

PS: Ach, und Schland-Fahnen sind nun billiger. Andere auch.

Einwurf (1)

Komplexe Komplexe

Diese Flaggendiskussion ist ja teilweise ebenso merkwürdig (um mal das unsägliche „typisch deutsch“ zu vermeiden) wie das Phänomen bemerkenswert.

Darf man das, als Deutscher einfach so mit Flagge rumlaufen und fröhlich sein? Wird man gleich zum Patrioten oder gar Nationalisten, wenn man es trotzdem tut? Und was wäre an Patriotismus auch ausserhalb von Bayern schlimm? Ist im Grunde nicht bereits die Frage albern, ob man darf?

Klar, man kann (und muss) einiges kritisieren an dieser WM. Die Erosion von Bürgerrechten unter dem Deckmantel der Sicherheit, die Kommerzialisierung mit all ihren Auswüchsen, …

Aber gleich eine Genderdebatte, weil es ja eine „Männer-WM“ ist? Eine Rassimus-Diskussion, weil es auch in deutschen Stadien ein paar Idioten gibt, die ihr Primatentum öffentlichkeitswirksam kommunizieren müssen?

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(2) Einwürfe

Instrumentalisierte Begeisterung

Vielleicht ist es ja alles ganz harmlos. Das mit den Flaggen. Vielleicht ist die WM-Euphorie einfach nur der lange überfällige Beweis, dass wir Deutschen auch abseits von Karneval, Schützenfesten und Loveparade begeisterungsfähig sind.

Feiern nicht unbedingt um des Feierns willen, oder weil zur WM bekanntlich allgemeine Fröhlichkeit angeordnet wurde, sondern aus einer echten inneren Begeisterung heraus. Für das Spiel und die große Party drumherum.

Eine Begeisterung ohne dumpfnationale Hintergedanken, einfach nur „rührend“ und „absolut nicht bedrohlich“, wie Hermann van Veen im Nachtmagazin der ARD meinte.

Und dann das:

Fahnenkult

Unionspolitiker fordern Staatsbeflaggung zur WM

Politiker von CDU und CSU haben die Bundesregierung aufgefordert, bis zum Ende der Fußball-WM Staatsbeflaggung in Deutschland anzuordnen. [...]

Berlin – Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble solle dem Beispiel der patriotischen Fans folgen und eine Staatsbeflaggung anordnen, forderte der CSU-Bundestagsabgeordnete Johannes Singhammer in der „Bild“-Zeitung. [...]

weiter bei Spiegel Online.

(2) Einwürfe

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