Asamoah seine Folklorewurstbällchen

Selbst bei Feinkost Plue kein Renner: Wenn der Neger Fleischfarbenes bewirbt

Selbst bei Feinkost Plue kein Renner: Wenn der Neger Fleischfarbenes bewirbt
Mit einem Einsatz von neun Euro, vor dem Eröffnungsspiel gezockt, super kompliziert gesetzt, auf Gewinner und Torsummen in Gruppen und so, auf Anraten meines Kumpels Matts, mehrere Myriaden Euro gewonnen. OK, ich muß natürlich ein Sechstel für den Tip abgeben, alternativ hätte ich den dreifachen Einsatz bezahlen müssen. Interessanterweise soll das ein Modell gewesen sein, das auf gelernte Versicherungsmathematiker zurückgehen soll, aber das sagt ja jeder in der Statistik — der Landeshauptstadt, in der jeder cooler Zocker sein will: Jetzt kaufen die Versicherungsmathematiker, versehen mit dem Input von dem Katastrophentip, die ganze Welt auf, damit Deutschland Weltmeister wird. Und die Quoten sinken. – „Es wird böse enden“, HST.
Aber trotzdem schweinegeil. Und seltsam.
Das ist doch total lächerlich mit der Zockerei, solange das läuft. Und ich versteh’ nix davon, das ist das Beste!
Unglaublich, Deutschland, England macht mich reich! Hatte ich noch nie.
Mir wurde zu meinem Mut gratuliert. Dabei wars einfach nur ‘n Klickfehler…
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[xxx] ahoi, ahoi
[xxx] ich zhabe mir gerade so eine dumme, kleine Deutschlandfahne von einem Auto stibitzt
[xxx] jetzt weiß ich gar nicht wohin damit :-/
[yyy] diep!
[ich] Und Deutschland Fahnen klauen ist kein Diebstahl in unserer Zeit. Das ist ein Bekunden, dass man ebenfalls ein teil des patriotischen Systems sein moechte. Außenseiter signalisieren damit ihre Einsamkeit.
Mahlzeit! Und willkommen zu unserer kleinen WM-Kochshow ‘Der kross gebratene Ball’!
Heute will ich Ihnen zu Ehren der niederländischen Nationalmannschaft ein schmackhaftes Sorbet empfehlen, mit Fleischeinlage und ganz in orange.
Aaalso, man nehme:
Man fröstele frisch gepressten O-Saft mit Fruchtfleisch, schneide Fleisch von Limonen hinzu, gebe etwas von Pataks heißen Limonen Pickles dazu, gleichermaßen Lindenblütenhonig
- rühre, für das Umami wenige Spritzer Sriracha-Soße hinein, keine Angst vor dem Knoblauch, das klappt. Rühre erneut, fröstele einen halbgeforenen Status herbei, rühre diesen leicht auf und serviere das Sorbet in einer geviertelten Kokosnuß, von der Teile des Fruchtfleisches abgeschabt sind, mit den wenigen frischen Kokosraspeln bestreut, auf dieser.
Darauf kleine Häppchen einer frisch zerlegten, abgetropften Ananas legen.
Darüber ein warmes, nicht heißes, Huhn-Satespießchen mit Erdnußsauce eingestrichen, drapieren.
Garniere mit safrangelben und knallorangenen Tulpenblättern. Besser auch mit zimtfarbenen, wegen der Ton- in Tonspielung.
Echt lekker.
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Es regnet schüttet… in Berlin. Mitten im Spiel Niederlande gegen Elfenbeinküste. Und ich bin gerade glücklich, das Spiel verpeilt zu haben. Dachte eigentlich, das wäre die Abendvorstellung und wollte mir dafür mal die Fanmeile von innen ansehen. Nun ist die Welt zu Gast beim duschen – und ich sitze vorm Beamer im trockenen. Und hoffe immer noch auf die Elfenbeinküste.
Update:
Schrieb ich von „schütten“? Ist etwas untertrieben, gerade hagelt es noch kräftig dazu, donnert und es wird ständig heftiger. Die letzten zehn Minuten würde ich gerne von der Fanmeile als Webcam-Stream sehen.
…zumindest kann ich endlich mal jeden Werktag in Berlin bis 22 Uhr selbst in meinem kleinen Kiez-Supermarkt um die Ecke einkaufen und muss nicht zum nächstgrösseren teuren Bahnhofssupermarkt fahren.
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… wenn Fußball-Funktionäre sich volksnah geben.
„Ich kann nur jedem empfehlen, sich unser wunderschönes Land mal vom Hubschrauber aus anzukucken“ — Franz B., 15.06.2006
… dieses Flachbild-Fernsehgerät dieser einen Kneipe, das schon zuvor, wie mir bereits beim müßigen Flanieren aufgefallen war, immer mal wieder Mucken machte und das es nun gestern abend, pünktlich zum ersten Tor der Italiener, für eine gute Idee befand, die entscheidenden Sekunden lang stoisch einen schwarzen Schirm zu zeigen.
Ringsum also Jubel, nur an diesem einen Ort ein regelrecht panischer Aufschrei des Bedauerns, wie man seiner sonst nur bei nicht verwandelten Elfmetern anhörig werden kann.
Ob sich mein Leben während der WM-Zeit irgendwie verändert hat? Nö. Frühstuck war zum Beispiel wie jeden Montag: Müllermilch (ok, mutig aufgelegt war ich heute und griff zu Erdbeer) und ein Kaffee beim Starbucks. Zugegeben, die Schlange war länger und bunter (also blau und gelb). Bilder habe ich leider keine, weil die etwas verwackelt geworden sind. Ihr wisst schon, vor dem ersten Kaffee.
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Noch konkurrieren verschiedene Netze um das Fernsehen. Dass sich Kabel und DVB dabei zueinander verhalten wie Hase und Igel konnte ich heute abend lernen. DVB hängt nämlich immer ein paar Sekunden hinterher, während das Kabel sagt: „Ich bin schon da.“
Ort dieser Beobachtung war eine Kneipe im Berlin-Friedrichshainer Südkiez. Ich hatte das „Glück“ genau so zu sitzen, dass ich von der benachbarten Kneipe den „Kabel-Ton“ abbekam, während vor mir das Digital-Bild hinterhinkte. Da weiß man dann schon gleich vorher, dass ein Angriff nix werden wird, und wenn er noch so beherzt angegangen wird. Natürlich sprechen auch die Ausrufe von nebenan Bände: Ein enttäuschtes „Oooooh“ zeugt nicht gerade davon, dass der Eckball, den ich gerade noch im Werden beobachte, sich in ein Tor verwandelt haben wird.
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