About
Hier ist kick-dich.
Hier schreiben ein paar Leute, was in Deutschland während der WM abläuft. Keine Fußballergebnisse, keine Spielberichte, nur das pure Leben. Und auch bisschen aus dem Leben anderer. Dieses Blog ist kein WM-Hasser-Blog und kein WM-Fan-Blog. Es ist einfach nur ein Blog. Während der WM.
Die Autoren
Torsten Kleinz ist 29 Jahre alt, lebt in Köln und konnte sich bis vor kurzem ganz gut dem WM-Rummel entziehen. Wenn er wissen will, wer 1994 Fußball-Weltmeister war, muss er in der Wikipedia nachschlagen. Sein Geld verdient er als IT-Journalist.
Tobias Rosenstock, 25 jahre jung, seines Zeichens Unix-Systemadministrator und überzeugter Wahl-Hamburger, hat seit frühester Kindheit nichts mit Fussball am Hut. Als Anwohner einer der Haupt-Einfallstrassen zum Hamburger Stadion wird er sich als „embedded journalist“ an vorderster Front dem WM-Wahnsinn stellen. Die Frage, wann Brasilien zum vorletzten mal Weltmeister wurde, hat er dank seines schwarzen Gurtes in Google-Fu allerdings schnell geklärt.
Falk Lüke lebt zeitweise in Berlin und im Rheinland, verdient seine Croissants mit Journalismus (IT, Politik, Medien, Musik) und hält Fußballbasiswissen für unumgänglich im heutigen Leben. Stolz auf das „Euro ‘88″-Paninialbum (komplett). Guckt sogar manchmal Frauenfußball. Auf dem Platz, wo er eigentlich nie steht, sind Filigranfußballer Marke Legat, Kohler und Borowka sein Vorbild. Frei nach dem Motto: Mir egal ob hier ein Ball ist, Grätschen kann man immer.
Roland Krause ist der größte lebende Innenverteidiger unter 169 cm, der am 19.8.1987 (1. große Pause) das linke Tor der Mannschaft der 9L der Else-Brändström-Schule (Hannover) verteidigte. Das Spiel endete 7:2 für die anderen, war aber knapp.
Jörg-Olaf Schäfers ist zu alt für Sport und muss daher drüber schreiben. Zuletzt auf dem Platz stand er, als Deutschland 1990 Weltmeister wurde. Als Schultorwart beim 0:16 gegen die örtliche Realschule. Frühes Trauma, klassisches Karriereende. Nun halt Student und Blogger in der Padermetropole mit dem halbfertigen, weil baugestopptem, Stadion.
Mathias Schindler ist 24 Jahre alt, wohnt in Frankfurt und hat mal jemanden gesehen, der einen kennt, der die Eintracht toll findet. Seine Edits in fußballbezogenen Artikeln der Wikipedia sind zufällig, sporadisch und hilflos.
Christian Heller, 21 Jahre alt, lebt in Berlin-Friedrichshain, studiert an der Freien Universität Filmwissenschaft und Philosophie und füllt nebenberuflich sein Blog (www.plomlompom.de) mit Unsinn. Mit Fußball hat er nichts am Hut (er erinnert sich immerhin vage, 2002 das Endspiel zwischen Deutschland und Brasilien verfolgt und dabei den Brasilianern die Daumen gedrückt zu haben). Aber er ist gespannt, wie die WM als monströses internationales Großereignis seinen hauptstädtischen Wohnort durchschütteln wird.
Thomas Groh wird im Laufe der WM seinen 28. Geburtstag bestreiten, eine Kombination beider Festivitäten ist jedoch nicht vorgesehen. Er studiert in Berlin Film-, Kultur-, Publizistik- und Kommunikationswissenschaft und kann unter filmtagebuch.blogger.de fast täglich angetroffen werden. Wohlbehütet unter bundesrepublikanischen Fittichen in den letzten Zügen des Kalten Krieges aufgewachsen, ist Fußball für ihn gleichbedeutend mit zu sammelnden Klebebildern, die Duplos und Hanutas beiliegen. Sein Autogramm von Karl-Heinz Rummenigge ging irgendwann, analog zu seinem Fußballinteresse, verloren. Der Fußball-WM vor eigener Haustüre sieht er mit gelassener Dirty-Harry-Miene entgegen: „Make my Day!“
Martin Sallge (23) ist ein elender Mitläufer. Wenig Ahnung von Fußball, aber trotzdem mitreden wollen. Ist ja schließlich ein Mediengroßereignis, diese WM. Als Student der Medienwissenschaft kann er sich davor eben nicht verschließen. Sein Tor zur Welt (Glotze und Internetanschluss) steht in Bonn. Und sein größter fußballerischer Erfolg: Er hat es geschafft, seiner Freundin die Abseitsregel in einem Satz zu erklären.
mupfl mag ballaballa, am zweitliebsten davon die Ökonomie des Sportes begucken und am liebsten das, was der Ball mit den Menschen macht. Er war gelegentlich Handballtorwart in einer linksrheinischen Kleinstadt, lebt in Duisburg-Hochfeld. Duisburg ist eine erloschene Eisenhüttenstadt im Ruhrdelta mit mehr als einem Absteiger, Hochfeld ist deren aufgegebener Rest. mupfl beguckt manchmal Fortuna (da isser aus Punkzeiten Fan von), Essen und Münster. Das beste Sportereignis aller Zeiten war für ihn: McEnroe versus Borg, Wimbledon 1980, der Tiebreak 14:16 im vierten Satz, oder?
Torsten Bentrup (35) fährt nachts Taxi in Paderborn. Bis zum Eröffnungsspiel war die WM für ihn lediglich eine Gelddruckmaschine der FIFA mit extremem Werbeterrorattacken. Er hat ernsthaft darüber nachgedacht, die WM nicht mit einem einzigen Wort im Blog zu erwähnen… Und nun ereignen sich tagtäglich blogbare Dinge, die eindeutig auf die WM zurückzuführen sind. Mit der Zurückhaltung ist es seitdem vorbei. Sogar ein schwarzrotgoldenes Fähnchen flattert jetzt im Dienstwagen.
Anja Habermehl wohnt in Köln und weiß nicht einmal, wo das Stadion überhaupt steht. Sie studiert Medienpsychologie und Medienkulturwissenschaften und freut sich deswegen bei Fußballspielen im Fernsehen am Meisten über die „tollen Steadycamaufnahmen“.
Sie führt ihr persönliches Blog zusammen mit Igor, den sie für seine Fussballbegeisterung bisweilen skeptisch von der Seite betrachtet. Aber nur, wenn er nicht hinschaut.
1997, D-Jugend, SKG Bickenbach. Igor Schwarzmann ist linker Verteidiger und mindestens genau so wichtig in seiner Position, wie Philip Lahm für die Nationalmannschaft. Niederlagen im hohen, zweistelligen Bereich motivieren ihn die Sportart zu wechseln (Schwimmen). Seit dem wird Fußball, mir kurzen Unterbrechungen und besonders intensiv zu großen Events, nur medial verkostet.
Tim ‘avatar’ Bartel ist ein typischer U-Boot-Fussball-Gucker, der zur WM den Fernseher anmacht und ihn sonst auslässt, wenn ungefähr 22 Spieler hinter dem Ball herlaufen. Zur Zeit schreibt er gerade seine Diplomarbeit.
Erik Dörnbach ist 31 Jahre alt, wohnt und arbeitet in Bonn als Linux-Administrator und Mädchen-für-alles wenn es um „alternative“ Betriebssysteme geht. Fußball guckt er nur bei den großen Tournieren, dann aber bevorzugt auf öffentlichen Plätzen, vor allem wegen der Party. Er wurde unter Einwirkung von Alkohol zur Mitarbeit an diesem Blog in einer Kreuzberger Kneipe am Tage Null gezwungen.
(…to be continued)