WM ist: Dylan macht das Weltbild wieder rund

WM ist …
langsam – selbst in der Welt der zynisch distanzierten Moffenhaatler, sofern man das sagen kann, obschon es das Wort noch nicht gibt, das Gefühl einkehren zu lassen, daß die Deutschen doch gewinnen könnten.
Ach Shit, ich brauch nur Distanz, einen Tag ‘raus aus der Nummer, morgen, So, sind wir bei dem Meister, Dylan in Gelsenkirchen begucken, ziemlich teure Karten im Durchschnitt, wenn ihr mich fragt, Männer, die üblichen Hundert Flocken, aber eine traumhafte Location, du guckst runter aufs Wasser, den Kanal und die Bühne, wo der Meister quasi gegen den Sonnenuntergang spielen wird, und zwar ‘Watchtower’ als erste Zugabe, eher young-esk zerschrundet, wie üblich halt; grad aus Roskilde eingeheli-t, sagt man, so, ich weiß nicht. Jedenfalls, er wird uns Kraft spenden, die überlegene Distanz durchzuhalten, und wir wollten eigentlich sogar ab heute da zelten; aber die verlangen dafür, im Ernst, Deine Ausweisnummer und 25 Euro per night und der Zeltplatz ist voller Engländer, jedenfalls, das erste geht mit mir nicht an. Obwohl, wie der zuständige Pressefritze mir Fr gesagt hat, „unsere Inselgäste mit acht Litern Bier den Tag“ im benachbarten Biergarten kalkuliert werden. Wäre also zusätzlich sehr spannend geworden; aber ich weiß aus Erfahrung, ein Dylan-Konzi reicht, um ein Vierteljahr smooth und laid-back zu werden mit der Welt. Irgendwas mit der abgefuckt seligen Ruhe von Ken durchs Geläuf tigern. Soo – jetzt muß ich aber schleunigst mein Holzfällerhemd aufbügeln..

3 Einwürfe

  1. Torsten said,

    July 1, 2006 @ 18:26

    Hat irgendjemand eine Ahnung, welche Sprache das ist? Was das heißen soll?

  2. mupfl said,

    July 1, 2006 @ 18:59

    Ja. Ja. Und ich weiß sogar, was der Autor uns damit sagen wollte: Dieser Vogel sucht, mittlerweile ziemlich verbissen gar, nämlich nach dem Gefühl, daß D nicht Weltmeister würde, obschon hierzulande set- und settingmässig alles aufs ‘…schlaand’-Finale hinauszulaufen scheint – damit ihm seine kognitiven Dissonanzen nich aus dem Ruder laufen. Dabei schreckt der Vogel nich mal vor dem Einspannen der Klassiker, hier: Dylan morgen in GE, zurück. Der ihm seine widerspruchsarme Welt wieder zurechtrücken soll. Im Prinzip nur ein literarisches Motiv des sich-Zierens gegen die Zeitläufte. Ein romantischer Topos halt, irgendwas mit blauer Blume. Soweit aus dem Exegesezirkus. Hihi.

  3. Torsten said,

    July 1, 2006 @ 19:15

    Sorry Thomas, ich hab keine Ahnung, was Du sagen willst.

    Ursprünglich wolltest Du doch Fotos fürs Blog liefern. Die sind glaube ich besser verständlich.

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