Fußball statt Deutschland

Nein, ich kann dem ganzen Deutschgetümel nichts abgewinnen. Deshalb war ich heute wieder zum Fußi gucken in der Milchbar in Kreuzberg. Das kann ich nur empfehlen: Während die Nationalhymnen eigentlich gespielt wurden, lief der wunderbare Ärzte-Song «Jag aelskjar Sverige».

In diesem Laden gibts keine Fahnenwedler. Es gibt nur Fußballfans. Die sonst übrigens meist dortmundlastig sind. Hier sind sie unter anderem für Deutschland. Aber dumpfes „Schland“-Gegröle? Niemals. Applaus für schöne Tore. Gelungene Grätschen. Elegante Dribblings.

Ja, so kann man die WM genießen. Fernab der Albernheiten. Trotzdem gehe ich nach ein paar Bier – zur Halbzeit von Argentinien gegen Mexiko.

3 Einwürfe

  1. maloXP said,

    June 25, 2006 @ 11:01

    Verdammt nochmal, danke! Genau das habe ich gebraucht und genau da werde ich zum Argentinienspiel hingehen.

  2. Roland said,

    June 25, 2006 @ 15:26

    Auf der anderen Straßenseite, im Vorwien hatten sich ein paar Piepsstudentinnen mit Kriegsbemalung eingefunden. Aus ihrer Konversation während der Vorberichte entnahm ich, dass es ihnen schrecklich peinlich war, weil sie die einzigen waren.
    Wahrscheinlich trägt man anderswo aus den gleichen Gründen Schwrg. Machen ja alle so.
    Es dauerte beinahe bis zum zweiten Tor, bis ich feststellte, dass ich ein weißes T-Shirt mit einer schwarzen Hose kombiniert hatte. Immerhin hatte ich morgens ohne WM im Kopf in den Schrank gegriffen, hoffe ich.

  3. webcat72 said,

    June 25, 2006 @ 16:11

    Also unsere Teenager-Mädels die nach dem Spiel von einer Flagge umweht durchs 300-Seelen-Dorf geradelt sind fand ich schon herzig irgendwie ;-))

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